Vorbeugung

Bak­te­ri­el­ler Fisch­ver­gif­tung kann nur durch Vor­sicht vor­ge­beugt werden.

Der Aus­lö­ser vie­ler Fisch­ver­gif­tun­gen ist eine Über­sied­lung mit Bak­te­rien. Um einer sol­chen Lebens­mit­tel­ver­gif­tung vor­zu­beu­gen, ist beim Fisch­ver­zehr Vor­sicht gebo­ten. Ang­ler soll­ten bei­spiels­weise immer dar­auf ach­ten, in wel­chen Gewäs­sern sie dem Fisch­fang nach­ge­hen. Im Ide­al­fall wird Fisch nur dort gefan­gen, wo es von den Behör­den erlaubt ist, denn ver­un­rei­nigte Gewäs­ser sor­gen oft auch für eine man­gel­hafte Qua­li­tät des gefan­ge­nen Fischs. Wich­tig ist auch, dass Fisch­es­ser immer dar­auf ach­ten, dass die Kühl­kette bei der Lage­rung nicht unter­bro­chen wird. Beste­hen Zwei­fel hin­sicht­lich der Genieß­bar­keit von Fisch, sollte auf den Ver­zehr sicher­heits­hal­ber ver­zich­tet wer­den. Beson­ders gefähr­lich ist der Ver­zehr von rohem Fisch (Sushi). Diese Pro­dukte soll­ten nur in sau­be­ren, gepfleg­ten Restau­rants ein­ge­nom­men wer­den, da Fisch­ver­gif­tun­gen beson­ders durch rohen Fisch über­tra­gen wer­den können.

Virale Fisch­ver­gif­tung umge­hen durch Hygiene bei der Zubereitung.

Wer selbst Fisch in der eige­nen Küche zube­rei­tet, sollte immer auf die Qua­li­tät der ver­wen­de­ten Pro­dukte ach­ten. Fisch sollte nur in Super­märk­ten oder ent­spre­chen­den Fisch­ge­schäf­ten gekauft wer­den, wird ein Geschäft schmut­zig und unsau­ber, sollte dort erwor­be­ner Fisch nicht zube­rei­tet wer­den. Wich­tig ist auch die Lage­rung des Fischs vor der Zube­rei­tung, denn wenn die Kühl­kette für eine län­gere Dauer unter­bro­chen wird, kön­nen sich Viren sehr schnell aus­brei­ten und zu einer Lebens­mit­tel­ver­gif­tung füh­ren. Beson­dere Vor­sicht ist bei Aus­lands­rei­sen gebo­ten, da die dor­ti­gen Hygie­ne­vor­schrif­ten oft stark von der euro­päi­schen Norm abwei­chen. In zwei­fel­haf­ten Restau­rants oder bei Imbiss­bu­den sollte auf den Ver­zehr von Fisch ver­zich­tet werden.

Ciguatera-Fischvergiftung vor­beu­gen durch Wach­sam­keit beim Fischverzehr.

Das Risiko einer Ciguatera-Fischvergiftung ist in Län­dern nahe des Pazi­fi­schen Oze­ans beson­ders hoch, ebenso sind in der Kari­bik deut­lich mehr Krank­heits­fälle gelis­tet als in Europa. Dies liegt daran, dass sich im Ozean beson­ders häu­fig nach schwe­ren Unwet­tern das soge­nannte Ciguatera-Gift bil­det, wel­ches die Fische über ihre nor­male Nah­rung auf­neh­men. Dem Tier selbst ist die Erkran­kung nicht anzu­se­hen, auch geschmack­lich kann der Mensch eine Ver­gif­tung des Fischs nicht erken­nen. Die ein­zig wirk­same Vor­beu­gung ist, in den häu­fig betrof­fe­nen Län­dern völ­lig auf den Ver­zehr von Fisch zu ver­zich­ten. Es ist nicht aus­rei­chend, ledig­lich den Ver­zehr von rohem Fisch abzu­leh­nen, da das Gift auch durch hohe Tem­pe­ra­tu­ren nicht zer­stört wer­den kann.

Ver­gif­tung durch Botu­li­num­to­xine lässt sich rela­tiv ein­fach vorbeugen.

Botu­li­num­to­xine bil­den sich über­wie­gend in Fisch­kon­ser­ven, wenn diese zu lange oder falsch gela­gert wurde. Die betref­fende Kon­serve lässt sich meist gut erken­nen, da der Deckel auf­bläht und der Inhalt oft unap­pe­tit­lich riecht. Um einer sol­chen oft schwer ver­lau­fen­den Lebens­mit­tel­ver­gif­tung vor­zu­beu­gen, sollte grund­sätz­lich auf den Ver­zehr von Fisch­kon­ser­ven ver­zich­tet wer­den, wenn diese das Halt­bar­keits­da­tum bereits über­schrit­ten haben. Wenn sich beim Öffnen der Dose ein unan­ge­neh­mer Geruch ver­brei­tet, sollte ebenso auf den Ver­zehr des Inhalts ver­zich­tet wer­den. Betrof­fene Kon­ser­ven las­sen sich in den meis­ten Fäl­len bereits auf den ers­ten Blick erken­nen, bei über­mä­ßi­gen Aus­beu­lun­gen oder einem auf­ge­bläh­ten Deckel darf der Inhalt der Büchse nicht mehr ver­zehrt wer­den, da höchste Ver­gif­tungs­ge­fahr besteht. Botu­li­num­to­xine las­sen sich auch durch Hitze abtö­ten, wird der Fisch bei min­des­tens 100 Grad für mehr als 15 Minu­ten erhitzt, ist die Ver­gif­tungs­ge­fahr ein­ge­dämmt und das Pro­dukt kann ohne Sorge ver­zehrt wer­den. Es ist emp­feh­lens­wert, bereits beim kleins­ten Zwei­fel lie­ber auf das Lebens­mit­tel zu ver­zich­ten, um nicht das Risiko einer Lebens­mit­tel­ver­gif­tung einzugehen.

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